Papiliorama Kerzers, renaturiertes Auengebiet und Magerwiese. Alles Teil des Wild-3-Seenland Garten - Bilder: zvg

Ein Jahr LED-P3L: Ideen, Engagement und ein grosses Projekt

Ein Jahr nach seiner Neukonstitution als zweisprachiger Verein fand die Generalversammlung des LED-P3L am 23. April 2026 in Neuchâtel statt. Der Verein erfreut sich wachsender Aufmerksamkeit und wartet auch 2026 mit einem spannenden Veranstaltungsprogramm auf. Mit einem Findlings-Parcours im Papiliorama ist zudem ein erstes grosses Projekt zur geschichtlichen Wissensvermittlung geplant.

Vereinspräsident Hans Stöckli führte gewohnt souverän und konsequent zweisprachig durch die erste ordentliche Generalversammlung seit der Gründung im Mai des Vorjahres. Über 30 Mitglieder fanden den Weg ins Lycée Jean-Piaget am Ufer des Neuenburgersees – mitten in der «plus belle région du monde», wie der Präsident begeistert festhielt. Organisiert wurde die diesjährige GV von Jean-Philippe Mayor, Vizepräsident Romandie, unterstützt durch Peter Thomet, dem Deutschschweizer Vize. Die beiden arbeiten als Geschäftsführer eng zusammen und übernehmen alternierend die Federführung.

Zu Beginn der Versammlung beschlossen die anwesenden Mitglieder eine kleine Statutenanpassung, um die Voraussetzungen für die Steuerbefreiung zu erfüllen. Anschliessend präsentierte Jean-Philippe Mayor den ersten Jahresbericht 2025: Das umgesetzte Veranstaltungsprogramm kann sich sehen lassen, und die Teilnehmerzahlen steigen kontinuierlich.

Auch 2026 geht es mit interessanten Vorträgen und Exkursionen zur Landschafts- und Kulturgeschichte im gesamten Drei-Seen-Land weiter. Die Wandertage im Walliser Saastal (29. Juni bis 1. Juli 2026) sind bereits fast ausgebucht.

Schliesslich stellte Hans Stöckli ein erstes grosses Projekt des LED-P3L vor: Im Aussenbereich des Papiliorama soll im Rahmen der geplanten Erlebnisausstellung «Reise ins Drei-Seen-Land» ein pädagogischer Findlings-Parcours entstehen – Arbeitstitel «Eis.Stein.Zeit». Der Parcours wird vom Verein konzipiert und finanziert, er soll rund CHF 160’000 kosten. Die Finanzierung ist über Sponsoring, Spenden und Beiträge von Stiftungen vorgesehen. Das stark frequentierte Papiliorama bietet dem LED-P3L dabei eine attraktive Plattform und hohe Sichtbarkeit. Dass Hans Stöckli zugleich Präsident der Stiftung Papiliorama ist, dürfte die Zusammenarbeit zusätzlich befruchten.

Im Anschluss an die GV gewährte Giovan Peyrotty, Geologe und Filmemacher, spannende Einblicke in die audiovisuelle Wissenschaftskommunikation seiner Genfer Agentur SciencEscape.

Text: Urs Wehrli, Lüscherz